Funktionsweise eines Touchscreenhandys

Der größte Trend der letzten Jahre im Bereich der Mobiltelefone war zweifelsohne der Einzug von Touchscreens als Eingabemedium. Die älteren Tastenhandys sind, besonders im High-End Segment, mittlerweile kaum noch anzutreffen, und auch in Zukunft sieht es nicht so aus, als wenn die Tasteneingabe noch einmal ein Comeback feiern sollte. Das ist auch gar nicht weiter schlimm, denn Touchscreenhandys bieten gegenüber der Tasteneingabe einige wichtige Vorteile.

Längere Haltbarkeit
Obwohl seit jeher die alte Bauernregel umgeht, dass moderne Technik immer sehr viel anfälliger ist und schneller zu Bruch geht, als die “gute alte”, trifft dies bei Touchscreens nicht zu. Im Gegenteil: Durch die vielen beweglichen Tasten auf älteren Handys tritt natürlich ein gewisser Verschleiß auf, der bei mechanischen Teilen nie gänzlich von der Bildfläche verschwinden wird. Ein Touchscreen hingegen hat keine mechanischen Teile, ergo können sich auch nicht die üblichen Abnutzungserscheinen einstellen. Durch zu groben Umgang wird natürlich auch ein Touchscreen irgendwann den Geist aufgeben; dies trifft allerdings im gleichen Maße auf Tastenhandys zu.

Unterschiede in der Funktionsweise
Es gibt derzeit zwei große Systeme für Touchscreen-Handys, wobei eines davon weiter verbreitet als das andere ist. Sogenannte resistive Touchscreens reagieren nur auf Druck, und sind daher auch mit einem kleinen Stift – auch Stylus genannt – bedienbar. Insbesondere zum Schreiben handschriftlicher Texte und für das Zeigen auf sehr kleine Bedienelemente auf Touchscreens eignet sich diese Art Touchscreen, denn ein dünner Stift ist nun einmal präziser als ein vergleichsweise klobiger Finger.
Die zweite Funktionsweise, derer sich Touchscreens bedienen, ist die Nutzung kapazitiver Touchscreens. Im Gegensatz zu resistiven Touchscreens reagieren diese nicht auf Druck, sondern nur auf das Berühren durch Finger oder spezielle Stifte. Bei entsprechend großen Bedienelementen stellt dies keinen Nachteil gegenüber resistiven Touchscreens dar. Außerdem lassen sich durch diese Technik auch mehrere Finger gleichzeitig benutzen; bei resistiven Touchscreens ist man auf die Bedienung mit einem einzigen Stift beschränkt. Durch diese Multitouch genannte Technik kann beispielsweise das iPhone den bekannten Zoom auf Bilder oder Webseiten durch zwei in entgegengesetzte Richtungen gezogene Finger durchführen.

Gegenüber Tastenhandys sind Touchscreens deutlich natürlicher in ihrer Bedienung, schließlich zeigen Menschen eher auf Objekte, als diese mit einem anderen Werkzeug erst noch bedienen zu müssen. Daher werden auch mittelfristig Touchscreenhandys noch das Maß der Dinge bleiben.